Historie der Grundschule Roßdorf

Die Brückenschule war nicht immer in der Blochbachstraße 17 in Bruchköbel-Roßdorf.

1864 kaufte die Gemeinde Roßdorf eine Hofreite als Schulgehöft und baute neben dem Wohnhaus den ersten Schulsaal. 1898 wurde auf den ersten Schulsaal ein zweiter aufgestockt und eine zweite Lehrkraft eingestellt. 1939 erfolgte erneut ein Schulumbau und der Anbau des dritten und vierten Schulsaals. Die Schule hatte 1939 drei Lehrkräfte und 143 Schülerinnen und Schüler.

Ab 1968 besuchten die ersten fünf Jahrgänge die neu errichtete Gesamtschule Nord: die heutige Heinrich–Böll-Schule. Die ersten vier Jahrgänge bildeten nun die „Grundschule Nord“, die auch die Roßdorfer Schüler besuchten. Die „Grundschule Nord“ gehörte somit zur Heinrich-Böll-Schule und wurde auch von dieser verwaltet. Nachdem die letzten Jahrgänge die Volksschule Roßdorf verlassen hatten, wurde diese „entwidmet“. Die Roßdorfer Schule wurde zum Sitz der Gemeindeverwaltung umgebaut.

1976/77 wurde ein Teilgebäude der neuen Grundschule Roßdorf in der Blochbachstraße eröffnet. Einzugsgebiet war Roßdorf und das nördliche Bruchköbel. Die weiteren geplanten Teilgebäude mit weiteren Klassenzimmern, den Verwaltungsräumen und der Sporthalle wurden nicht mehr errichtet, obwohl zum ursprünglichen Einzugsgebiet das Neubaugebiet in Niederissigheim noch hinzukam. Die Schülerzahl wuchs stetig.

Die „Grundschule Nord“ gehörte nun seit 1976/77 verwaltungstechnisch nicht mehr zur Heinrich-Böll-Schule, sondern zur Grundschule Roßdorf. Da die Gebäudekapazitäten an der Grundschule Roßdorf nicht ausreichten und auch nicht mehr erweitert wurden, wurden die Schülerinnen und Schüler unserer Schule weiterhin in der Dependance der Heinrich-Böll-Schule und in der neu erbauten Grundschule Roßdorf unterrichtet.

Der Sportunterricht wurde über viele Jahre für beide Standorte an getrennten Sportstätten unterrichtet. Die damalige „Grundschule Nord“ nutzte hierfür die Sporthalle der Heinrich-Böll-Schule, die Grundschule Roßdorf lief zum Sportunterricht in die Mehrzweckhalle Roßdorf.

2006 bekamen die Dependance der Grundschule Roßdorf und die Grundschule Roßdorf den gemeinsamen Namen „Brückenschule“.

Der Name symbolisiert, dass beide Schulstandorte durch den Fußweg über die Brücke zu erreichen sind und eine gemeinsame Schule an getrennten Standorten sind.

2008 wurde die lang ersehnte Gymnastikhalle am Standort in der Blochbachstraße erbaut und 2009 in Betrieb genommen. Die Klassen beider Standorte nutzten nun gemeinsam die Gymnastikhalle.

Aufgrund des Fußweges von der Dependance zur Gymnastikhalle Roßdorf, setzte der Elternbeirat der Brückenschule durch, dass die Schülerinnen und Schüler an der Dependance wieder eine eigene Sportstätte vor Ort bekommen sollten. Seit dem Schuljahr 2015 findet der Sportunterricht deshalb für die Klassen in Nord in der Tischtennishalle statt, die eigens dafür vom Main-Kinzig-Kreis mit neuen Sportgeräten ausgestattet wurde.

Im Jahr 2013 wurde die Brückenschule Ganztagsschule im Profil 1, d. h. an drei Tagen der Woche fand Schule und Betreuung von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr statt. Zunächst wurde dieses Angebot an beiden Standorten angeboten.

Da der Zulauf für dieses Angebot immer größer wurde, konnte der Ganztag aus personellen und finanziellen Gründen nicht mehr an zwei Standorten aufrechterhalten werden. Keine Lösungen für dieses Problem zu finden, hätte das Aus der Brückenschule als Ganztagsschule bedeutet.

Seit dem Schuljahr 2015 wurden deshalb beide Standorte neu aufgeteilt. Am Standort Roßdorf wurde das „Haus des Lernens“ und am Standort Nord das „Haus der Betreuung“ geschaffen. Dies bedeutete für unsere Schule, dass erstmals nach fast 40 Jahren alle Schülerinnen und Schüler und alle Lehrkräfte an dem Schulstandort in Roßdorf zusammenkamen. Das Jahr 2015 war deshalb für unsere Schule ein historischer Moment, mit dem ein neues Kapitel in der Schulgeschichte der Brückenschule begonnen hatte. Wir konnten „Wiedervereinigung“ an einem Standtort feiern.

Im Schuljahr 2017/18 wurden nun alle Klassen in Roßdorf unterrichtet.

Hierfür hat der Main-Kinzig-Kreis in Containerbauweise 6 Klassenräume auf dem Gelände der Brückenschule in Roßdorf errichtet.

Seit mehreren Jahren ist die Brückenschule im Pakt für den Ganztag, um das Betreuungsangebot auszuweiten. Wir bieten im Rahmen des Paktes an fünf Tagen in der Woche Betreuung von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr in zwei wählbaren Modulen an.

Zum Schuljahr 2025/26 besuchten Kinder in 14 Klassen die Brückenschule. Das Gebäude am Standort Roßdorf bot mit 13 Klassenräumen keinen ausreichenden Platz. Das bedeutete wieder eine Trennung der Schulgemeinde. Seit dem Schuljahr 2025/26 werden die 4. Klassen wieder am Standort Nord in den Räumen der Heinrich-Böll-Schule unterrichtet und die Betreuung ist in dem Zuge wieder nach Roßdorf zurück gekommen.

Zum Schuljahr 2028/29 wird diese räumliche Trennung ein Ende finden.

Die Brückenschule bekommt einen Neubau am Ende der Blochbachstraße. Dieser wird Platz für alle Klassen, die Betreuung und eine Einfeldsporthalle bieten.

Wir freuen uns sehr auf das neue Kapitel Brückenschule an einem Standort, das in greifbare Nähe rückt.